Nach einem trockenen Winter gab es in 2020 einen sehr regenreichen Februar, die Monate März bis Juni waren dann wieder zu trocken und auch in der zweiten Jahreshälfte gab es weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel, sodass das Jahr 2020 mit knapp 600 L/m² insgesamt ein eher trockenes Jahr war.

Abwasserableitung und -reinigung

In 2020 wurden rd. 49,1 Mio. m³ Abwasser in den bremischen Kläranlagen gereinigt. Das entspricht dem Mittelwert der letzten fünf Jahre und liegt knapp 1 Mio. m³ über dem Vorjahr.

Die wasser- und abgaberechtlichen Anforderungen wurden sicher erfüllt. Die Schmutzfrachtminderung der Kläranlage Seehausen war bei allen relevanten Parametern in 2020 überdurchschnittlich gut. Auch die Kläranlage Farge hat in 2020 eine gute bis sehr gute Frachtminderung erreicht.

Entsorgung von Reststoffen

Von den beiden bremischen Kläranlagen wurden im Jahr 2020 rund 15.100 Mg Trockenmasse (TR) Klärschlamm einschließlich Co-Input entsorgt; davon durch Verbrennung 11.600 Mg TR, durch Verwertung als Dünger in der Landwirtschaft 1.200 Mg TR, und 2.300 Mg TR Klärschlamm wurden über entsprechende Notifizierungen in Dänemark verwertet.

Das mittelfristige Konzept zur Klärschlammentsorgung sieht in den nächsten fünf Jahren vornehmlich die thermische Verwertung vor.

Forschungs- und Entwicklungsprojekte

hanseWasser unterstützte und begleitete auch 2020 eine Reihe von Forschungs- und Entwicklungsprojekten – sowohl als fördermittelberechtigter Teilnehmer als auch als assoziierter Partner. 

Im Projekt „KLAS III (KLimaAnpassungsStrategie)“ wurde ein digitaler Stadtplan zur Gefahrenbeurteilung bei Starkregen online gestellt.

Das im Jahr 2017 gestartete Projekt PLAWES, bei dem es um die Problematik von Mikroplastik im Modellsystem Weser-Wattenmeer geht, wurde 2020 beendet. hanseWasser hat sich durch Beprobung der KA Seehausen und der Regenwasserkanalisation beteiligt. Die Ergebnisse bestätigen die hohe Eliminationsleistung von Kläranlagen für Mikroplastik.

Darüber hinaus beteiligte sich hanseWasser an dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt „ScanBox“, das im Juni 2020 abgeschlossen wurde. Es wurde ein Produkt zur Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen auf das Büronetz entwickelt, mithilfe dessen verdächtige Muster in den Datenströmen identifiziert werden können.