Im Koalitionsvertrag wurde festgelegt, dass sich die FHB mit dem Leistungsvertragsende im Bereich Abwasser beschäftigt. Seitens hanseWasser wurde im Jahr 2020 ein Projekt aufgelegt, das sich ebenfalls mit der Zukunft von hanseWasser beschäftigt. In diesem Rahmen wird die erfolgreiche bisherige Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern beleuchtet und eine gemeinsame Zukunft betrachtet.
In den Jahren 2021 und 2022 wird hanseWasser gemeinsam mit dem Umweltbetrieb und der für die Wasserwirtschaft zuständigen Behörde die in der Roadmap zur weitergehenden Abwasserreinigung definierten Maßnahmen umsetzen. Diese beinhalten insbesondere ein Messprogramm für anthropogene Spurenstoffe in der Weser und der Kläranlage Seehausen. Für die Mischwassereinleitungen wird eine Schmutzfrachtsimulation durchgeführt. Bei der Regenwasserbehandlung sollen im Rahmen von Pilotprojekten neue Behandlungsverfahren erprobt werden. Diese und weitere Maßnahmen haben zum Ziel, die fachlichen Grundlagen für eine Bewertung der Ist-Situation zu schaffen und basierend darauf zu einer Entscheidung über eine mögliche Erweiterung der Abwasseranlagen zu kommen.
Basierend auf den Nachhaltigkeitskriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), finden sich in dem Bericht viele Aspekte zu Aktivitäten der hanseWasser in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft. Für hanseWasser beinhaltet das Thema aber noch mehr. Denn die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist per Definition auf Nachhaltigkeit ausgelegt. hanseWasser spielt eine elementare Rolle für die Lebensqualität und die Gesundheit der Bürger. Die Beschäftigung mit dem Thema hat nicht nur die Stärken aufgezeigt, sondern auch, in welchen Bereichen noch Entwicklungspotenzial besteht. Deshalb nutzt hanseWasser den Bericht zukünftig auch als strategisches Instrument, für eine kontinuierliche Verbesserung.
Für das Jahr 2021 erwartet die Gesellschaft Umsatzerlöse auf dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres. Wichtige Aufwandspositionen wie Abschreibungen, Personal und Material werden steigen. Aufgrund des anhaltenden, niedrigen Zinsniveaus sinken jedoch die Zinsaufwendungen für die Forfaitierung, während die Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen auf einem konstant hohen Niveau bleiben werden.
hanseWasser erwartet aus den zuvor genannten Gründen für das Jahr 2021 ein um ca. 2.531 T€ geringeres Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund 15.919 T€.