Die deutsche Abwasserwirtschaft ist durch einen dauerhaft hohen Investitionsbedarf gekennzeichnet. Dadurch gewährleistet die Branche einen im internationalen Vergleich anerkannt hohen Standard der Abwasserentsorgung bei langfristiger Entsorgungssicherheit.
hanseWasser sichert durch Investitionen in das Kanalnetz und in die Anlagen dem Vertragspartner den nachhaltigen Erhalt dieser wichtigen Infrastruktur zu. Durch die Beteiligung an der Entwicklung moderner Prognosetools (z.B. Alterungsmodelle) und Methoden der Wirkungskontrolle ist hanseWasser stark verbunden mit der Branche, dem Markt und der Region.
Die Gesellschaft hat 2020 insgesamt 28.464 T€ (Vorjahr: 26.320 T€) investiert, die sich wie folgt gliedern:
- Investitionen in Netzanlagen: 17.446 T€ (Vorjahr: 18.543 T€):
Für den 5. Investitionsrahmenplan Netz (Laufzeit 2019–2023) wurde mit dem Umweltbetrieb Bremen (UBB) ein Gesamtvolumen von 95,5 Mio. € (Sanierung, Erweiterung und Ausbau) abgestimmt. Nach Abschluss der Doppelmaßnahme aus Sammlerneubau und -renovierung eines Altbestandes in der Findorffstraße starteten 2020 zwei weitere Großbaumaßnahmen am Osterfeuerberger Ring und am Schwachhauser Ring. Diese Maßnahmen sollen zur Verbesserung der hydraulischen Leistungsfähigkeit beitragen. - Investitionen in Eigenanlagen: 9.532 T€ (Vorjahr: 6.521 T€):
Die Investitionen in Eigenanlagen waren 2020 wieder geprägt von Maßnahmen, mit denen die vorhandene Bau- und Anlagentechnik saniert und zum Erhalt der Betriebssicherheit auf den Stand der Technik gebracht wurde. Nachdem in den letzten fünf Jahren größere Pumpwerke im Rahmen eines Sanierungsprogramms instandgesetzt wurden, fokussierten sich die Sanierungsmaßnahmen in 2020 auf die kleineren Pumpwerke ohne Becken. Mit der Sanierung der Rechenanlage und des Sandfanges am Standort der Kläranlage Seehausen wird nach Projektfertigstellung das Sanierungsprogramm im Bereich des Zulaufs abgeschlossen. - Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1.486 T€ (Vorjahr: 1.255 T€):
Im Wesentlichen wurde in Nutzfahrzeuge und IT investiert. Insbesondere sind Datenverarbeitungs-Module im Rahmen des Klärschlammmanagements erweitert worden.
Zusätzlich zu den hier benannten Investitionen von 28.464 T€ werden rund 8.700 T€ (Vorjahr: etwa 8.600 T€) Instandhaltungsaufwendungen getätigt.