Gewinn- und Verlustrechnung
in T€
01.01. –
31.12.2020
01.01. –
31.12.2019
Veränderung
Umsatzerlöse98.14296.8221.320
Andere aktivierte Eigenleistungen3.8183.536282
Materialaufwand−17.701−19.1521.452
Rohergebnis84.25981.2063.053
Sonstige betriebliche Erträge2.7555.590−2.835
Personalaufwand−28.253−27.386−867
Abschreibungen und Wertminderungen−28.894−24.443−451
Sonstige betriebliche Aufwendungen−6.965−7.641676
Betriebsergebnis26.90327.326424
Finanzergebnis−8.453−8.004−449
Steuern (inkl. Sonstige Steuern)−6.697−7.060363
Ergebnisabführung gem. EAV−11.752−12.262510
Jahresüberschuss000

hanseWasser erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 98.142 T€. Damit sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 1.320 T€ gestiegen.

Die Leistungsverträge bewegten sich leicht über dem Vorjahresniveau und trugen mit einem Anteil von 271 T€ zu dieser Entwicklung bei.

Neben der Abwasserentsorgung für Bremen übernimmt hanseWasser – als Erfüllungsgehilfe für entsprechende vertragliche Verpflichtungen der FHB – die Abwasserentsorgung für Nachbargemeinden. Im Berichtsjahr betrug die entsorgte Menge 6,0 Mio. m³ (Vorjahr: 5,6 Mio. m³). Das Preisniveau der Nachbargemeinden folgte abhängigkeitsbedingt dem der Leistungsverträge, die Umsatzerlöse für die Nachbargemeinden erhöhten sich um 487 T€.

Die Klärschlammverwertung erfolgte fast ausschließlich durch die thermische Entsorgung. Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung wird nur noch in geringerem Umfang in Anspruch genommen. Die Erlöse im Bereich der Klärschlammentsorgung verringerten sich um 1.225 T€.

Die Dienstleistungen für Dritte erhöhten sich um 1.382 T€. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen eine Steigerung der Umsatzerlöse aus Grundwassereinleitungen (334 T€), da in diesem Jahr mehr Bauprojekte als im Vorjahr anstanden. Weitere Erlössteigerungen wurden für unterstützende Dienstleistungen bei den Betriebsführungsverträgen der HVE für Ritterhude (106 T€) und erstmalig der KENOW (370 T€) erzielt. Die Erlöse aus der Co-Input Abwasserreinigung haben sich ebenfalls verbessert (248 T€).

Die Steigerung der Umsatzerlöse um 405 T€ im Vergleich zum Vorjahr bei den Ingenieurdienstleistungen konnte insbesondere durch das Großprojekt „Zeppelintunnel“ erreicht werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 2.835 T€ gegenüber dem Vorjahr auf 2.755 T€ gesunken. Diese Entwicklung ist insbesondere durch einmalige Effekte bei der Bewertung von Rückstellungen (2.600 T€) begründet. Die Rückstellung für die Sanierung der Klärschlammdeponie Edewecht konnte im Geschäftsjahr anteilig aufgelöst werden (1.439 T€), hier wurde eine Neueinschätzung der investiven Maßnahmen vorgenommen. Im Vorjahr betraf die Auflösung die Rückstellung für Erneuerung und Unterhaltung der Abwasseranlagen der A281 und der B6, die der Anpassung der bislang angewandten Aufzinsungsparameter aufgrund des geänderten Zinsumfeldes geschuldet war. Des Weiteren haben sich die Versicherungserstattungen (275 T€) gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Der Materialaufwand verringerte sich um 1.451 T€ auf 17.701 T€. Dies ist im Wesentlichen auf die Mengenrückgänge im Bereich der Entsorgungsdienstleistungen für Klärschlamm zurückzuführen, infolgedessen die Aufwendungen um 1.876 T€ im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind. Nennenswerte Preissteigerungen mussten im Bereich Kanalinstandhaltungsdienstleistungen insbesondere aufgrund von Lohn- und Materialkostensteigerungen akzeptiert werden (367 T€). Innerhalb der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stieg der Aufwand bei den Zusatzstoffen und Ersatzteilen (344 T€), gegenläufig entwickelten sich die Kosten für Energiebezug (312 T€).

Der Anstieg im Personalaufwand in Höhe von 867 T€ ist im Wesentlichen auf die Tarifsteigerungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 451 T€.

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 676 T€ auf 6.965 T€ ist im Wesentlichen durch die Corona-Pandemie bedingt, da Projekte verschoben werden mussten und entsprechend weniger Dienst- und Fremdleistungen in Anspruch genommen wurden. Des Weiteren reduzierten sich ebenfalls die Aufwendungen für Deichverbandsbeiträge, Öffentlichkeitsarbeit, Reisekosten und Veranstaltungen.

Das negative Finanzergebnis erhöhte sich um 449 T€ auf 8.453 T€. Ursächlich hierfür ist der erhöhte Zinsaufwand aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen (603 T€). Gegenläufig wirken geringere Ausgaben für Zinsen auf Forfaitierungsdarlehen in Höhe von 180 T€.

Die Steuern verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 363 T€. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrafen in voller Höhe das Geschäftsjahr.